Altlastenmanagement
Wasserbauliche Projekte
Hydrogeologische Forschung

Absicherung Teerschaden Hauptbahnhof Wien

Absicherung Teerschaden Hauptbahnhof Wien

Im Auftrag der Magistratsabteilung 28 

Baubeginn: Juni 2013
Bauende: August 2013

Im Frühjahr 2012 wurden bei Bauarbeiten Teerölkontaminationen im
gegenständlichen Areal angetroffen.
Nachfolgende Recherchen ergaben, dass in diesem Bereich in den beginnenden 1900er Jahren eine Ölgasanlage betrieben wurde. Zur Gaserzeugung wurden dabei verschiedene Kohlenwasserstoffe, unter anderem Teeröle, Paraffine und Petroleum eingesetzt. Das erzeugte Produkt (Ölgas) wurde für die Beleuchtung der Eisenbahngarnituren eingesetzt.

Wie lange diese Produktion betrieben wurde ist nicht
bekannt.

Zweck des gegenständlichen Vorhabens ist daher die Sicherung der auf den
Grundstücken der Stadt Wien vorhandenen Teerölkontaminationen durch
Abkapselung zur Verhinderung der Ausbreitung von Schadstoffen im Grundwasser.

Die Absicherung des kontaminierten Areals ist durch eine einschalige Umschließung mit Dichtwänden vorgesehen. Die Dichtwand wird als Einphasenschlitzwand, Stärke 40 cm, oder mittels alternativer Herstellungsverfahren in gleichwertiger Ausführung gemäß ÖNORM B 4452, Dichtwände im Untergrund, hergestellt.

Umschließungslänge: ca. 328 m
umschlossene Fläche: ca. 7.100 m2
herzustellende Dichtwandfläche (ab GOK): ca. 4.200 m2
durchschnittliche Wandtiefe: ca. 12 – 14 m


Zusätzlich zur Abkapselung ist die Absenkung des Grundwasserstandes innerhalb der Umschließung bis ca. auf Niveau der Staueroberkante vorgesehen. Zu diesem Zweck werden im Bereich der Stauertieflage entlang des westlichen Randes zwei Wasserhaltebrunnen errichtet. Die Grundwasserentnahme erfolgt über Brunnenpumpen mit Förderleistungen von je ca. 1 l/s. Es wird auf Dauer mit einer Entnahmemenge von ca. 470 m3 pro Jahr gerechnet.


Zur Kontrolle der Grundwasserstände innerhalb und außerhalb der Umschließung ist die Errichtung von zusätzlichen 3 Pegeln innerhalb und 5 Pegeln außerhalb der Umschließung vorgesehen.