Altlastenmanagement
Wasserbauliche Projekte
Hydrogeologische Forschung

August 2011

Von August bis November 2011 erfolgte durch die Stadtarchäologie Wien eine Grabung im Bereich Hauptbahnhof/Areal des zukünftigen Sonnwendviertels und des Bildungscampus. Es wurden alte Straßenschotterungen und die Urselbrunnen-Wasserleitung gefunden. Die Ergebnisse präsentierte die Stadtarchäologie in Kooperation mit der MD-BD-Projektleitung Hauptbahnhof von Jänner bis März 2013 im Bahnorama.
Das TB für Geologie der WGM hatte im August 2011 die Gelegenheit, die Schürfe zu besichtigen.

Video Grabung Stadtarchäologie

Wegschotterung eines Nord-Süd verlaufenden Weges in Richtung Belvedere (spätmittelalterlich bis frühneuzeitlich). Die Schotterung besteht aus kindskopfgroßen, grauen, risszeitlichen oder rezenten Donauschottern (allochthon) über feinkörnigem gelblich-roten Arsenalterrassenschotter (autochton). Der Weg wird begleitet von der Urselbrunnenwasserleitung. Sie bestand aus Holz (vgl. li: Schatten quer durch Schurfsohle) und leitete das Wasser vom Urselbrunnen (Laaer Berg) zu den Wasserspielen von Schloss Belvedere bzw. Palais Schwarzenberg.
Kindskopfgroßer, grauer Donauschotter als oberste Wegschotterung des Weges zum Belvedere.
Spätmittelalterlich/frühneuzeitliche Straßenschotterung mit angrenzenden Gräben nahe der Einmündung des zum Belvedere führenden Schotterweges in den „Simmeringer Weg“. Blickrichtung Süden (Gudrunstraße) (Foto: M. Mosser, Stadtarchäologie Wien).
Straßen und Wege südöstlich von Wien außerhalb des Linienwalls. Digitalisierter Franziszeischer Kataster (1829). Planbearbeitung: M. Mosser.